Präventionskampagne
Alltag ohne Gewalt
Für den Freistaat Sachsen entwickelten wir eine landesweite Gewaltschutzkampagne, die aufklärt, sensibilisiert und den Zugang zu Hilfsangeboten erleichtert.
Von der strategischen Kampagnenidee über die visuelle und sprachliche Leitlinie bis zur Umsetzung sämtlicher Print- und Onlineformate lag das Projekt vollständig in unseren Händen. Im Zentrum stand dabei eine besondere kommunikative Herausforderung: ein sensibles und belastendes Thema sichtbar zu machen, ohne Betroffene auf ihre Gewalterfahrung zu reduzieren oder mit drastischen Darstellungen zu arbeiten.
Jahr
2025
Sichtbarkeit für ein unsichtbares Problem
2024 erfasste die Polizei in Sachsen 10.202 Straftaten im Kontext häuslicher Gewalt. Auf den Tag gerechnet sind das sage und schreibe 28 Fälle allein in Sachsen.
Diese registrierten Fälle bilden allerdings nur das sogenannte Hellfeld ab: Viele Gewalterfahrungen werden aus Angst, Scham oder fehlendem Wissen gar nicht erst zur Anzeige geführt.
Hier setzten wir an: Die sachsenweite Kampagne greift mit simplen Motiven scheinbar alltägliche Situationen auf, stellt dann jedoch die irritierende Frage: Was sehen wir tatsächlich? Frage und Motiv verbanden wir schließlich mit der zentralen Botschaft der Kampagne: Gewalt erkennen, hilft sie zu verhindern!
Die Kampagne sollte eine breite sächsische Öffentlichkeit erreichen. Deshalb entwickelten wir eine breit angelegte Crossmedia-Kampagne, die allgemeine Aufmerksamkeit mit einer gezielten Ansprache potenziell Betroffener verband. Dazu brachten wir die Kampagne bewusst an Orte, die als geschützt wahrgenommen werden.
Gewaltschutz sollte nicht an möglichen Sprachbarrieren abprallen, weshalb wir die Kampagne in insgesamt sechs verschiedenen Sprachen ausrollten.
Zum Clip von Martina Flade (Instagram, öffnet in neuem Tab)
Auch online sorgten wir für große Reichweite der Kampagne. MultiplikatorInnen waren die Influencerin Martina Flade und Handballprofi Lukas Krzikalla.


